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Leder-Info

Leder ist ein Material, dass schon zu Zeiten von Jägern und Sammlern als Bekleidungsmaterial genutzt wurde. Die ersten Funde der Verarbeitung von Tierhäuten zu Leder stammen aus der Altsteinzeit, ca. 8000 v.CHR. und entwickelte sich bis ca. 2000 v. CHR. nur in kleinen Schritten. Im Mittelalter begann durch die Lohgerbung die ersten Anfänge einer Industrialisierung in der Verarbeitung.

Verarbeitung und Produktion von dem natürlichen Material Haut revolutionierte sich mit der Erfindung des Gerbverfahrens durch Chromsalzen 1853. Von da an stand der industriellen Produktion von Lederwaren nichts mehr im Wege. Eine weitere und ursprüngliche Variante ist das Gerben mit natürlichen Ölen und Fetten. Auch heute bieten viele Hersteller pflanzlich gegerbte Lederbekleidung an, die mit der Bezeichnung "vegetabiles" Leder angeboten werden. Hier sind Holzgerbstoffe, wie Quebracho, Mimosa und Kastanie, oder aber der Fruchtgerbstoff Tara Basis bei der Herstellung von Leder.

Trotz missverständlicher Argumentation; Leder sei kalt, schwer oder gar unbequem, war die Nachfrage von Lederwaren in der Bekleidungsindustrie nie einem kurzfristigen Trend unterworfen. Besonders als Gebrauchshose für Jäger ist Leder nach wie vor optimal. Geräuscharm, atmungsaktiv und - hingegen aller Vorurteile - durchaus bewegungsfreundlich bietet eine Lederhose auch im unzugänglichsten Gelände dem Jäger nicht nur vor Kälte und Dornen Schutz. aber auch im Reitsportbereich entdeckt die Ganzleder - Reithose als strapazierfähiges und belastbares Kleidungsstück wieder Beliebtheit.

Doch Vorsicht! Auch wenn der heißumkämpfte Markt sensationell niedrige Preise bietet, ist Lederkauf nahezu reine Vertrauenssache. Bei der Herstellung von Lederbekleidung verliert man als unbedarfter Kunde oftmals aufgrund von verschiedenen Gerb- und Verarbeitungsverfahren leicht den Überblick. Wer sich mit Begriffen wie; Nappa, Juchten und Spaltleder nicht auskennt, sollte sich vom Fachmann ausführlich beraten lassen.

Das samtweiche Nubuk - Rindleder ist wohl derzeit die gefragteste aller Lederarten. Das leicht angeschliffene Leder ist nicht nur optisch, sondern auch vom Tragegefühl her in einer Vorreiterposition. Glattleder ist nicht angeschliffen und gibt es in verschiedenen Oberflächenvarianten; z.B. strukturiert, genarbt oder geprägt. Ein weiteres angeschliffenes Leder ist Velours, aber, im Gegensatz zu Nubuk wird dieses auf der Fleischseite der Tierhaut bearbeitet.

Achten Sie beim Kauf auf Lederstärke und Gerbverfahren, denn von der Lagerung bis hin zum Äschern, Beizen, Abwelken, Spalten und Falzen ist es ein langer, und für den Endverbraucher undurchsichtiger Weg, bis aus Leder eine Hose wird.

Dennoch gibt es einige Merkmale, die auf eine billige Verarbeitung schließen lassen. Knie- und Kehlnähte z.B. sind an Lederhosen überflüssig und ein Beweis für recht sparsame Verarbeitung von dem Rohstoff Leder!

Achten Sie auch auf das Innenfutter!

Satin-Materialien haben in hochwertigen Lederhosen nichts zu suchen, da es den natürlichen Austausch von Schweiß und Feuchtigkeit verhindert. Kurz: Die Hose verliert an Atmungsaktivität und das Tragegefühl wird mehr als unangenehm. Baumwollfutter sind wesentlich besser, aber auch ungefütterte Hosen sind im oberen Qualitätsbereich nicht unüblich. Hierbei ist wichtig, dass Sie sich über das Gerbverfahren informieren. In Deutschland unterliegen sogenannte Chromgerbungen strengen Vorschriften und Kontrollen. Aber auch Auslandsproduktionen bedeuten nicht immer mindere Qualität. Der Standort Deutschland ist für viele mittelständische Unternehmen einfach zu teuer geworden, sodass sie sich gezwungen sahen, Teile ihrer Produktion ins billigere Ausland zu verlegen. Besonders Gerbereien in Deutschland sind in den letzten Jahren unter wirtschaftlichen Druck geraten. So bedienen sie seit einiger Zeit das in unserer Gesellschaft herrschende Markenbewusstsein und liefern teilweise Leder in absolut gleicher Qualität zu völlig unterschiedlichen Preisen. Hier kommt es auf Ihren Fachhändler an, der erkennen muss, wo hochwertiges Leder günstig zu beziehen ist, um Ihnen als Kunden diesen Preisvorteil weitergeben zu können. Zwar gibt es in Deutschland eine Produkthaftung für die Hersteller von Lederbekleidung, dennoch sollten Sie sich mit Ihren Wünschen nur an renommierte und langjährige Unternehmen wenden. Traditionsunternehmen und andere spezialisiert Betriebe bieten die beste Garantie für den Erwerb von Lederprodukten in einem vernünftigen Preis- Leistungsverhältnis.

Wir arbeiten mit der Marke Dannecker Collection zusammen, die im Verhältnis zu ihrer Qualität und maschinenwaschbaren Ledern einen Top-Preis anbieten.

Der Grund für viele Kunden sich nicht für Bekleidung aus Leder zu entschließen, ist die Handhabung der Pflege. Dabei bieten einige Hersteller mittlerweile maschinenwaschbares Leder an! Aber auch sonst ist dieses robuste Material einfach zu reinigen. Mit einer Bürste erreichen Sie oftmals mehr, als mit teuren Chemikalien.